Executive Board

Statement zur Bewerbung um das Amt des Präsidenten des Deutschen Anglistenverbands

Mein Name ist Rainer Emig. Ich bin 55 Jahre alt und seit 2015 Professor für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Vorher war ich Professor an der Leibniz Universität Hannover und der Universität Regensburg. Ich bin seit 2011 Visiting Professor an der University of Huddersfield und war im Sommer 2016 Visiting Professor an der York University in Toronto, Kanada. Meine akademische Ausbildung erhielt ich in Frankfurt am Main, Warwick (MA) und Oxford (DPhil). Habilitiert habe ich mich an der Universität Siegen, wo ich auch eine Postdoc-Position amGraduiertenkolleg „Kommunikationsformen als Lebensformen“ inne hatte.

Ich bin seit dem Jahr 2000 Mitglied des Anglistenverbands und war in den Jahren 2009-2013 Mitglied des Beirats, bevor ich 2016 zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Für den Anglistenverband habe ich zusammen mit Jana Gohrisch 2014 den Anglistentag in Hannover organisiert. Ein Anglistentag zusammen mit der ersten ESSE-Tagung in Deutschland ist in Zusammenarbeit mit Anja Müller-Wood für 2022 in Mainz geplant. Ich habe zahlreiche weitere Konferenzen (mit-)organisiert und bin aktiv beim Bestreiten von Fortbildungen, auch für den Anglistenverband.

Nachdem ich lange Jahre dem Anglistenverband eher skeptisch gegenüberstand, hat mich seine zunehmende Dynamisierung in den letzten Jahren doch davon überzeugt, selbst meinen Beitrag zu leisten. Als Vizepräsident hat mir vor allem die Kontaktpflege mit den europäischen Nachbarn (vor allem Frankreich, Spanien und Polen) viel Freude bereitet. Auch die Mitarbeit bei ESSE scheint mir lohnend, vor allem in Anbetracht der deutschen KandidatInnen und Projekte, die bislang dort prämiert und gefördert wurden, aber auch der politischen Unterstützungssignale, die die gesamteuropäische Vereinigung in Richtung Ungarn und Türkei senden konnte. Im Kontext eines möglichen Brexit wird die Vernetzung ebenfalls bedeutsam bleiben.

Aufgaben für die Zukunft im Anglistenverband sehe ich in der kritisch begleitenden Weiterentwicklung des Mitgliederspektrums und dessen Präsenz bei den Anglistentagen. Nachdem der Verband lange ein Professorenverein war, ist er jetzt jünger und bunter, vielleicht ein wenig zu jung und bunt, um einige etablierte Mitglieder zu aktiver Präsenz zu ermutigen. Hier wird integrative Arbeit zu leisten sein. Gleichwohl sollen weiter KollegInnen auf einer frühen Karrierestufe vom Anglistenverband angesprochen und angeworben werden – auch mit speziellen Fortbildungsangeboten. Ebenso bleiben die wichtigen Rollen der Sprachwissenschaft und der Fachdidaktik im Verband Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.

Darüber hinaus würde ich, sollte ich gewählt werden, an einem Überblick über Belastungen und Auslastungen der Institute unseres Faches in den deutschsprachigen Ländern arbeiten, sodass bei Kürzungen und Umstrukturierungen nützliche Vergleichszahlen und Erfahrungswerte zur Verfügung gestellt werden können. Die Zukunft unseres Faches, die uns über den Englischunterricht an Schulen immer gesichert erschien, muss von uns aktiv inhaltlich mitgestaltet werden, wobei sowohl die angemessene Betreuung von Studierenden wie auch die notwendige Zeit für eigene Forschung Bereiche bleiben, für die sich ein Fachverband einsetzen muss. Hier werden Fragen von Befristungen sicher eine wichtige Rolle spielen. Zu diesem Einsatz gehört auch die Kooperation mit Nachbachverbänden, die ich weiter betreiben und stärken möchte. Ich bin selbst aktives Mitglied in der Britcult, der CDE, der GAPS und der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Ich würde mich freuen, wenn sich eine Mehrheit der Mitglieder auf dem Anglistentag inLeipzig 2019 mich als neuen Präsidenten vorstellen könnte.


The German Association for the Study of English – Executive Board (2016-2019)

President

Prof. Dr. Klaus P. Schneider
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Vice President

Prof. Dr. Rainer Emig
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Treasurer

Prof. Dr. Anne Schröder
Universität Bielefeld

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